Richtlinie zur Förderung des Themenfelds "Linienintegration additiver Fertigungsverfahren" im Rahmen des Förderprogramms "Photonik Forschung Deutschland". Bundesanzeiger 27.09.2017

Auszug aus der Bekanntmachung:

Ziel dieser Fördermaßnahme ist

  • die Entwicklung robuster vertikaler Prozessketten für additive Fertigungsverfahren sowie
  • die Integration der additiven Fertigung in durchgängige horizontale Prozessketten der industriellen Serienfertigung.

Die Produktivität additiver Fertigungsverfahren muss gesteigert und das Zusammenspiel mit konventionellen Fertigungsverfahren mittels durchgängiger Datenformate und geeigneter Schnittstellen einfacher werden.

Dazu bedarf es weiterer Fortschritte, beginnend bei den Ausgangsmaterialien über die Laser- und Elektronenstrahlsysteme und die Prozessüberwachung bis hin zu einheitlichen, durchgängigen Softwarelösungen und industrietauglichen Standard-Schnittstellen.

Die geförderten Verbundprojekte sollen eingebettet in die vollständige Prozesskette Lösungen u. a. zu folgenden ­Fragestellungen erarbeiten:

  • Erforschung der Werkstoff-/Bauteileigenschaften im Kontext der eingesetzten Laser- und Elektronenstrahlprozesse sowie deren Reproduzierbarkeit (u. a. Langzeitbeständigkeit der optischen, mechanischen und chemischen Eigenschaften)
  • Werkstoff(modell)entwicklung, Wirkzusammenhänge Werkstoff – Prozess – Bauteil z. B. zur Erhöhung von Ober­flächengüte, Qualität in Aufbaurichtung und Bauteilfestigkeiten
  • Erweiterung der mit additiven Laser- und Elektronenstrahlverfahren verarbeitbaren Werkstoffpalette
  • Entwicklung robuster Strahlquellen-, Anlagen- und Systemtechnik sowie Steuerungs- und Antriebstechnik
  • Steigerung der Prozesssicherheit, Reproduzierbarkeit und Produktivität sowie Senkung der Fertigungskosten einschließlich einer gegebenenfalls erforderlichen Fertigbearbeitung
  • Methoden für die In-line-Prozess-/Qualitätsüberwachung und -sicherung zur Realisierung einer first-time-right-Fertigung
  • Modellierung additiver Verfahren, Entwicklung von Design- und Simulationswerkzeugen
  • Konzepte für die schnelle und kostengünstige Implementierung additiver Fertigungsschritte
  • Durchgängigkeit der Datenketten bei Einbindung additiver Fertigungsschritte in Prozessketten
  • Erarbeitung der Grundlagen für einheitliche Software-Standards und durchgängige Software-Lösungen
  • Entwicklung von Schnittstellen für Anlagen zur additiven Fertigung zur Gewährleistung herstellerunabhängiger Technologie- und Prozesstransfers
  • Konzepte für die automatisierte Bauteilauslegung, sowohl unter Einbeziehung der spezifischen Rahmenbedingungen der additiven Fertigung als auch im Hinblick auf die Anforderungen der späteren Nutzung

Die Bekanntmachung finden Sie hier.

 

Die Vorlagefrist der Projektskizzen endet am 15. Januar 2018.